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So überwinden Sie berufliche Niederlagen

5 min
Posted: 07 June 2018Updated: 01 March 2021
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Sie haben Ärger mit dem Chef, konnten den Großkunden nicht gewinnen oder haben eine Präsentation in den Sand gesetzt? Im Folgenden finden Sie Tipps, wie Sie diese Niederlagen überwinden und gestärkt daraus hervorgehen können.

Lelia Gowland, Principal, Gowland, LLC Angenommen, eine Präsentation Ihres Reiseprogramms für den neuen CFO ging völlig daneben. Sie haben das Gefühl, dass das Meeting nicht schlechter hätte laufen können, und sind am Boden zerstört. Wenn Sie auf Ihren inneren Monolog achten, fühlt es sich vielleicht an, als ob Sie Meryl Streeps Rolle am Anfang von Der Teufel trägt Prada übernehmen und sich selbst mit bissigen Kommentaren und in einem allgemein herablassenden, kritisierenden Ton beschimpfen würden. (Für all diejenigen, die den Film nicht kennen: Äußerungen wie „Die Details Ihrer Inkompetenz interessieren mich nicht“ sind typisch für ihren Führungsstil.) Wenn Sie sich für jeden Fehler selbst kritisieren, leidet Ihr Selbstvertrauen. Uns wurde beigebracht, dass wir diese Arten von Rückschlägen am besten bewältigen, indem wir unser Selbstwertgefühl stärken. Doch es gibt eine bessere Möglichkeit! Laut der Psychologin Kristin Neff ist tatsächlich die Förderung des Selbstmitgefühls ein viel besseres Werkzeug, um eine berufliche Niederlage zu bewältigen. Während sich das Selbstwertgefühl auf einen Vergleich mit anderen konzentriert („Ich bin der Beste. Ich habe die Goldmedaille verdient!“), geht es beim Selbstmitgefühl darum, wie wir mit uns selbst umgehen. Selbstmitgefühl lässt sich in drei Kategorien unterteilen: Selbstliebe, gemeinsame Menschlichkeit und Achtsamkeit.

So sehen diese Kategorien in der Praxis aus:

1. Selbstliebe (vs. Selbstkritik) Laut Autor Mike Robbins wird uns beigebracht, wie wir mit anderen Menschen interagieren, aber nicht so sehr, wie wir mit uns selbst interagieren. Wenn Sie jemals in einer Situation, in der Sie mit sich selbst unzufrieden waren, Ihren inneren Monolog aufgeschrieben haben, haben Sie wahrscheinlich festgestellt, dass Sie zu sich selbst Dinge sagen, die Sie niemals zu einer anderen Person sagen würden, geschweige denn zu einer Person, die Ihnen am Herzen liegt. Um sich mit Selbstliebe zu begegnen, sprechen Sie mit sich selbst so, wie Sie mit einem geliebten Freund sprechen würden. Anstatt Kritik im Stil von Der Teufel trägt Prada zu äußern, bemühen Sie sich, sich selbst fürsorglich und verständnisvoll zu behandeln. Verwenden Sie einen tröstenden, besänftigenden Tonfall. Selbstmitgefühl bedeutet, dass Sie Ihre Fehler als etwas Normales betrachten. Laut Neff bedeutet Selbstmitgefühl, die Tatsache zu akzeptieren, dass wir nicht perfekt sind, anstatt uns für unsere Unzulänglichkeit schonungslos selbst zu kritisieren. Im Folgenden werden die beiden unterschiedlichen Ansätze auf Ihren inneren Monolog nach dem Meeting angewandt:

  • Selbstkritik: „Was zum Teufel hast du gemacht? Wenn du gewusst hättest, was du tust, hättest du vielleicht nicht die komplette zweite Hälfte des Meetings verbockt. Der CFO wird sich fragen, wie du überhaupt an diese Position gekommen bist.“
  • Selbstliebe: „Ja, du hättest das Meeting besser gestalten können. Hättest du dich besser vorbereiten können? Ja, bestimmt. Es lässt sich jetzt aber nicht mehr rückgängig machen, und das ist in Ordnung. Nicht jedes Meeting läuft perfekt. Schreibe eine nette Nachricht, in der du versprichst, dass du in Zukunft mehr Details nennen wirst, und sende anschließend dem CFO einen Bericht.“

2. Gemeinsame Menschlichkeit (vs. Isolation) Wenn wir Schwierigkeiten haben oder einen Fehler machen, denken wir oftmals: „Mit mir stimmt etwas nicht“ oder beurteilen uns selbst als völlig fehlerbehaftet. Unsere Niederlage oder unser Kummer ist etwas, das wir verstecken oder durch das wir uns durchkämpfen müssen. Neff ermutigt stattdessen dazu, diese Fehler als Zeichen unserer Menschlichkeit zu akzeptieren. Buchstäblich jeder Mensch hat Unsicherheiten, setzt Dinge in den Sand und erlebt Niederlagen. Noch einmal: Das ist völlig normal. Alles, was Sie fühlen, haben schon andere vor Ihnen gefühlt. Der Kontext mag zwar einzigartig sein, doch die Emotionen sind universell. Hier der innere Monolog:

  • Isolation: „Oh, du hast völlig versagt und solltest dich wirklich schämen. Deine Kollegen wären entsetzt, wenn sie dies wüssten, und du wirst deine Glaubwürdigkeit gegenüber deiner Vorgesetzten verlieren, wenn sie davon erfährt.“
  • Gemeinsame Menschlichkeit „Hey, weißt du was? Jeder setzt mal etwas in den Sand, selbst die Menschen, die uns am meisten beeindrucken. Fehler und Niederlagen sind ein völlig normaler (und – um ehrlich zu sein – ziemlich nerviger) Teil eines Menschen.“

3. Achtsamkeit (vs. Überidentifikation) In Momenten, in denen wir frustriert sind, neigen wir dazu, uns in die peinlichsten, stressigsten oder problematischsten Aspekte der Situation hineinzusteigern. Neff bezeichnet dies als „Überidentifikation“. Das bedeutet, dass wir uns nur auf unsere gegenwärtigen Umstände oder Fehler konzentrieren und nicht darüber hinaus blicken können. Achtsamkeit gibt uns dagegen die Möglichkeit, uns diesen Situationen aus einer wertvollen Perspektive zu nähern, in der der Moment in einem größeren Kontext betrachtet wird. Sie bietet eine größere Objektivität und Perspektive. Hie der innere Monolog:

  • Überidentifikation: „Ich werde bestimmt gefeuert oder zurückgestuft. Selbst wenn ich meinen Job behalte, werden sie wahrscheinlich mein Abteilungsbudget kürzen, und jeder wird erfahren, dass das alles meine Schuld ist.“
  • Achtsamkeit: „Dieses Meeting ist nicht gut gelaufen, und ich merke, dass mich das sehr belastet. Doch ich habe die vorherigen Präsentationen gut gehalten und ich bin fähig, meinen Job auch in Zukunft gut zu machen.

Auch wenn meine Gefühle in diesem Moment berechtigt sind, werden sie sich ändern. So, wie ich mich im Moment fühle, werde ich mich nicht für immer fühlen.“ Wenn das nächste Mal Ihr Selbstwertgefühl erschüttert wird, versuchen Sie Folgendes: Nehmen Sie sich drei Minuten Zeit, die Stressfaktoren, Sorgen und quälenden Gedanken aufzuschreiben, die Ihnen in den Sinn kommen. Atmen Sie dreimal tief durch. Beurteilen Sie anschließend die Situation noch einmal mithilfe der drei Strategien des Selbstmitgefühls: Selbstliebe, gemeinsame Menschlichkeit und Achtsamkeit. Dies ist am Anfang vielleicht nicht einfach, doch wie bei den meisten Dingen wird es Ihnen immer leichter gelingen, Selbstmitgefühl zu haben, je öfter Sie es praktizieren. Möchten Sie mehr von Lelia lesen? Erfahren Sie, wie Sie mit drei einfachen Strategien Ihren Einfluss am Arbeitsplatz steigern können Lelia Gowland unterstützt Frauen in beruflichen Situationen. Als gefragte Rednerin und Autorin hilft Lelia Frauen bei Verhandlungen und bei der Steuerung ihrer Karriere. Weitere Informationen finden Sie auf gowlandllc.com.

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